College Series Softball 2014

Softball: Aachen Aixplosives schaffen das Double

 

Das Team des Aachener Hochschulsports – die Aachen Aixplosives – gewannen auch die „College Series 2014“ – die inoffizielle Hochschulmeisterschaft im Mixed Fast-Pitch Softball, nur ein paar Wochen nach der „Champions League“ – der offiziellen Deutschen Meisterschaft! Bei der zum 22. Mal stattfindenden Endrunde der besten acht Teams der „College Series“ holte sich das Aachener Team um Coach Matthäus-Hyo Schmidt in Darmstadt zum dritten Mal nach 2004 und 2007 den Titel und schaffte somit das Double. Seit dem gemeinsamen Bestehen beider Veranstaltungen war es noch keinem Hochschulteam gelungen beide Titel im gleichen Jahr zu holen.

 

Nach dem Gewinn der DM und als Tabellenführer waren die Aixplosives mit gewohnt großem Kader und mit der Favoritenrolle im Gepäck nach Darmstadt gefahren. Coach Matthäus-Hyo Schmidt musste aber auf zwei seiner besten Spieler/innen im Infield verzichten: Johanna Sckaer, dem Shortstop der Aixplosives sowie weiblicher MVP und Batting Champion der DM, und Timm Roegler, dem Third Baseman und starkem Schlagmann.

 

Im ersten Spiel der Gruppenphase am frühen Morgen ging es gegen den Titelverteidiger Landau LazyBones. Die ersten beiden Innings zeigten, dass beide Teams auf demselben Niveau spielen. Aber als die Landauer mit einer 3:2-Führung ihren besten Pitcher, Karsten Meyer, im 3. Inning wechselten, hatte dieser keinen guten Tag erwischt – er traf die Strike-Zone nicht. Die Aachener Schlagleute waren geduldig und die Folge waren sieben Runs und eine Aachener 9:3-Führung. Die LazyBones versuchten noch einmal gegen zu halten, aber eine im entscheidenden Moment clever agierende Feldverteidigung verhinderte, dass die Landauer ihre vorhandenen Chancen nutzen konnten. Nach vier Innings [Anm.: wg. der Zeitbegrenzung] war der erste Schritt ins Turnier mit einem 10:5-Sieg erfolgreich getan.

 

Als zweite Partie der Gruppenphase standen nun die Gastgeber Darmstadt Dragons den Aixplosives gegenüber – die Dragons hatten sich nur als Gastgeber qualifizieren, waren in der Vorrunde aber eins der zwei Teams, die gegen Aachen einen Sieg hatten holen können. Das Aachener Hochschulteam zeigte aber von Anfang an, wo „der Hammer hängt“, die Offensive war mit fünf Hits im ersten Inning überaus erfolgreich und erschlug die Darmstädter wort-wörtlich. Jeweils ein Homerun von David Schroeter, der als Werfer die Dragons immer im Griff hatte, sowie von Micha Rösler, der als Einwechselwerfer in die Fußstapfen seines Starters trat, taten ihr übriges. Nach fünf Innings war vorzeitig nach Ten-Run-Rule Schluss und ein ungefährdeter 13:3-Sieg das Ergebnis.

 

Im letzten Spiel des Tages ging es für das Aachener Hochschulteam um den Einzug ins Halbfinale. Große Sorge um das Weiterkommen machte sich Coach Matthäus-Hyo Schmidt aber nicht. Schnell war gegen die Trier Kuromon nach zwei Innings eine 9:0-Führung herausgeschlagen, wobei Patrick Dern einen weiteren Homerun in seine Sammlung hinzufügen konnte. Auch die Einwechslung von mehreren Aachenern Reservespieler brachte das Team nicht aus der Spur. Mit einer wieder clever agierenden Defense beendeten sie das Spiel zugunsten der Aixplosives, die einen am Ende ungefährdeten 13:5-Sieg ihr eigen nennen konnten und ins Halbfinale einzogen.

 

Am nächsten Spieltag stand im Halbfinale eine schwierige Aufgabe für das Aachener Team bevor: die Dortmund Dragons – die zwei Teams hatten sich in der College Series, der RuhrFunLiga und bei der DM erbitterte „Schlachten“ geliefert! Ihr Pitcher Tilman Aden hielt die ansonsten starke Aachener Offensivkraft deutlich in Grenzen. Nach drei Nuller-Innings hatte Dortmund sich eine 4:0-Führung erarbeitet. Angesteckt durch die einsetzende Hochform von Starting-Pitcher David Schroeter, schöpften die Aixplosives wieder Mut, vor allem als Sebastian Löchle mit einem Homerun für die ersten beiden Punkte sorgte. Die Feldverteidigung machte – wie schon im ganzen Turnier – wichtige Aus und hielt Aachen im Spiel. Wichtige Umstellungen von Coach Matthäus-Hyo Schmidt in der unteren Hälfte der Schlagreichenfolge sollten ihr übriges tun. Die Aufholjagd wurde gekrönt durch einen Homerun von Kai Kumano, der alle „Dämme brechen“ lies. Dieser bedeutete im 6. Inning nur den Ausgleich, aber der Glaube an den Sieg war beim Aachener Hochschulteam wieder voll erstärkt. Als dann, bedingt durch die Zeitbegrenzung, eine besondere Variante beim Softball gespielt werden musste – der „Tie-Breaker“, war das Spiel schon vorprogrammiert, um wegen seiner Dramatik in die „Ruhmeshalle der College Series“ einzugehen. Als Dortmund als erstes schlagberechtigtes Team drei Punkte erzielte, aber durch einen tollen Spielzug der Defense, einem Double-Play, an weiteren Punkten gehindert wurde, war es jetzt reine Nervensache bei beiden Teams. Unter Druck gesetzt machte der Dortmunder Pitcher Tilman Aden zwei Fehler, die mit dem spielentscheidende Double von Kai Kumano den Siegpunkt und 8:7-Enstand zugunsten der Aixplosives sorgten.

 

Dass die Dramatik im Finale weitergehen sollte, konnte zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnen. Es sollte aber so sein! Im Finale standen sich der dreimalige „College Series“-Meister, die UCE Travellers aus Köln und Erlangen, den Aachen Aixplosives gegenüber.

Direkt im ersten Inning verpassten die Aixplosives den Travellers und ihrem Werfer Manuel Sand einen Schock, als die ersten vier Schlagleute drei Homeruns schlugen: Stephan Kessler machte den Anfang, gefolgt von einem Inside-the-Park-Homerun von David Schroeter und beendet von einem Homerun durch Patrick Dern. Aber die Travellers sind ein sehr erfahrenes Team mit Spieler/innen aus dem Bundeligabereich. Unbeeindruckt sammelten sie Run für Run, während die Aixplosives „stumm“ blieben. Nach vier Innings lagen sie deshalb mit 5:3 vorne. Diesmal war es ein Single von Marlen Köppen im 4. Inning, der zwar keine Punkte brachte, aber die Moral und den Glauben an den Gewinn der Meisterschaft aufrechterhielt. Trotz des weiteren Ausbaus des Abstands nach dem 5. Inning auf 7:4, war Aachen siegessicher. Und wie schon im Halbfinale, sollten die Nerven ausschlaggebend sein! Mit Fehlern in ihrer Defense glitt UCE langsam die Führung aus der Hand, die im 6. und 7. Inning sechs Runs und eine knappe 10:8-Führung für die Aixplosives bedeuteten. Ein Wechsel der Pitchers von David Schroeter auf Micha Rösler sollte spielentscheidend wirken. Mit einem neuen, ungewohnten Werfer war jetzt im allerletzten Schlagdurchgang das Heimteam der Travellers gefragt. Micha Rösler lies zwar noch einen Punkt zu, aber die Defense und die Nerven hielten stand! Mit 10:9 gewannen die Aixplosives das Finale der „College Series 2014“ und dürfen sich nun „inoffizieller Deutscher Hochschulmeister“ nennen!

 

Nach 29 Jahren als Hochschulsportgruppe und 24 Jahren als Wettkampfteam – seit 1993 nur im Mixed Fast-Pitch Softball als Aachen Aixplosives – ist das wohl das Highlight in der Geschichte dieser Sportart im Aachener Hochschulsport!

 

Abschlusstabelle der „College Series 2014“:

Pos Mannschaft Games Won Lost RB RA
Aachen Aixplosives 5 5 0 1.000 55 29
UCE Travellers 5 4 1 0.800 56 38
Dortmund Dragons 5 3 2 0.600 62 38
Landau LazyBones 5 2 3 0.400 45 36
Marburg Monsters 4 2 2 0.500 49 21
Trier Kuromon 4 1 3 0.250 18 40
Darmstadt Dragons 4 1 3 0.250 18 45
Münster Roadrunners 4 0 4 0.000 19 75

ADH Open Lacrosse 2014

Am letzten Juli Wochenende, zwischen dem 25. Und dem 27 Juli wurde die ADH Hochschulmeisterschaft im Lacrosse in Duisburg ausgerichtet. Obwohl das Wochenende mitten in der Klausurphase in Aachen lag, war es uns möglich ein Team, gemischt aus RWTH und FH Aachen Studenten  zu melden. Im vorigen Jahr wurde mit dem 2. Platz eine sehr gute Platzierung erreicht, dieses Jahr bestand das Team jedoch vor allem aus Lacrosse-Neulingen, die meisten Aachener Spieler spielen erst seit ungefähr einem Jahr Lacrosse. Dennoch waren unsere Erwartungen auf eine ähnlich  gute Platzierung wie im Vorjahr hoch.

Im ersten Spiel wurde gegen Ulm gespielt. Das Spiel begann mit deutlicher Aachener Überlegenheit, jedoch war es uns nicht möglich diesen Vorteil in ein Tor zu verwandeln. Nach den ersten 7 Minuten (insgesamt waren es 20 Minuten pro Spiel) stand es immer noch 0:0, und wie befürchtet rächte sich die schwache Chancenverwertung der Aachener, als es Ulm gelang 2 schnelle Tore zur Führung zu schießen. Danach warf Aachen alles nach vorne, und wurde daraufhin von Ulm ausgekontert, das Spiel endete 3:0, noch immer ein starkes Ergebnis für die Aachener Verteidigung, jedoch nicht genug von der Offensive.

Im zweiten Spiel wurde gegen die Heimmannschaft aus Essen/Duisburg gespielt. Essen/Duisburg machte von Beginn an mehr Druck, war jedoch nicht in der Lage die Führung auf mehr als 2:0 zu erhöhen. Das erste Tor des Turniers der Aachener gelang dem Aachener Torwart (beim Lacrosse ist es deutlich üblicher das der Torwart ein Tor schießt als beim Fußball, jedoch immer noch selten), und ein zweites Tor folgte kurz darauf, jedoch wurde das Spiel leider dennoch 4:2 verloren, trotz einem starken Comeback der jungen Aachener Mannschaft.

Mit zwei Niederlagen fand man sich im Loser-Bracket des Turniers wieder, zudem verschlimmerten drei Verletzungen die Situation, sodass Aachen beinahe ohne Auswechselspieler auskommen musste – beim Lacrosse ist eine unbegrenzte Anzahl an Wechseln vorgesehen, ähnlich wie beim Eis-Hockey sind Wechsel daher sehr wichtig. Trotz allem gab das Team aus Aachen gegen Erlangen alles, und konnte somit am Ende mit einem 3:1 vom Platz gehen. Die Ergebnisse der ersten drei Spiele zeigen, dass die Aachener Verteidigung zwar nur wenige Tore zulässt (mehr als 5 Tore pro Mannschaft waren in vielen Spielen üblich), jedoch werden gleichzeitig nicht genug eigene Tore erzielt.

Im letzten Spiel des Tages ging es gegen Marburg, ein Team, dass vielen Aachener Spielern bereits aus der Bundesliga West bekannt war. Diesmal ging Aachen mit aller Macht nach vorne, und zum ersten Mal im Turnier gelang es eine Führung zu erspielen, dennoch ging das Spiel am Ende 6:5 verloren, da in der Forwärtsbewegung auch die Defensive vernachlässigt wurde.

Anstatt am nächsten Spieltag Wiedergutmachung betreiben zu können, musste das Team aus Aachen nach weiteren Verletzungsbedingten Ausfällen den folgenden Spieltag ausfallen lassen, da das inmitten der Klausurenphase ohnehin schon schwach besetzte Team leider kein vollständiges Team mehr aufstellen konnte. Die beiden Spiele des Sonntages wurden daher gegen Aachen gewertet.

Trotz der erfolgslosen Spiele bei der Hochschullacrosse Meisterschaft konnten viele junge Spieler wichtige Spielerfahrung sammeln, die hoffentlich im September startenden Liga-Betrieb wertvoll sein kann. Dann werden die Lacrosse-Neulinge auch mit den erfahreneren Aachener Spielern auf dem Platz stehen um nach dem der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga West letztes Jahr, dieses Jahr wieder voll anzugreifen.

Aachen der 03.08.2014

Tarvo Schwager

DHM Boxen 2014

DHM Boxen in Kiel 2014 : 04. bis 06. Juli
Wettkampfbericht
Die diesjährige Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) Boxen des allgemeinen Deutschen
Hochschulsportverbands (ADH) fand an im Sportforum der Christian-Albrechts-Universität zu
Kiel statt. Für die Wettkampfgemeinschaft des Hochschulsport Aachens gingen acht
Boxsportler und eine Boxsportlerin an den Start. Es wurde in drei Kategorien geboxt (A, B
und C). Wobei es dann im Turnierverlauf des A-Feldes um das erkämpfen des deutschen
Hochschulmeistertitel geht.
Alle drei Turnierfelder hatten einen Teilnehmerumfang von rund 240 Boxern und somit war
ein straff gefasster Turnierverlauf durchzuführen. Dieser fing am Anreise-Freitag schon damit
an, dass die Studenten sich im Anmeldebereich akkreditieren mussten um somit bei
Einhaltung ihrer Gewichtsklasse in den entsprechenden Turnierplan einsortiert wurden.
Leider konnte Georg Angenendt verletzungsbedingt nicht antreten. Alle andere Teilnehmer
haben ein erfolgreiches Turnier durchlebt, was nicht immer bedeuten muss, dass man als
Sieger den Ring verlässt, sondern dass man eine hervorragende sportliche Leistung geboten
hat.
So hat Domique Cichon sich in ihrem allerersten Kampf gegen eine sehr starke Gegnerin sehr
gut “verkauft“ und den Kampf dann knapp nach Punkten verloren. Bei den Männer hatten
wir einen Null-Kampf-Boxer, der aufgrund der Angabe , dass er mit 18Jahren einen Kickbox-
Fight bestritten hat , ins A-Feld hoch gelobt wurde. Womit wir eigentlich nicht einverstanden
waren. Franz Enkelmann hatte dann aber die Courage sich dieser großen Herausforderung zu
stellen und ist somit mit einem Gegner (Superschwergewicht >91kg) in den Ring gestiegen
der letztes Jahr Vize-Hochschulmeister geworden ist und auch schon 22Amateurkämpfe
absolviert hatte. Im A-Feld wird, auch noch im Unterschied zu B und C-Feld, nicht 2 Minuten
pro Runde geboxt, sondern je 3 Minuten. Franz konnte in der ersten Runde sich noch sehr
gut in den Kampf einbringen und hatte durch seine gute und schnelle Beinarbeit und die
schnelle Schlagausführung Oberhand. Der physisch sehr starke Gegner (114kg) machte ab
Runde 2 immer mehr Druck indem er harte Schläge setzt, die zum Teil dann auch ihr Ziel
fanden. Franz schaffte es gegen diesen stark boxenden Gegner über die Runden zu gehen
und verlor den Kampf dann aber letztendlich einstimmig nach Punkten. Sein Gegner zollte
ihm jedoch nach Ende des Kampfes großen Respekt und Anerkennung für seine erbrachte
Leistung in seinem allerersten Boxkampf. Im B und C-Feld waren dann noch Florian Herff,
Salim Soulimani, Johannes Jeub, Matthias Meyer, Jan-Simon Schmidt und Christian
Hohlweck am Start, von denen alle ihre Vorrundenkämpfe gewinnen konnten, jedoch dann
die zweiten Kämpfe jeweils knapp nach Punkten verloren. Salim hatte Glück mit der
Zulosung und stand somit mit seinem ersten Kampf direkt im Finale und konnte somit den BTurniersieg
verbuchen. Für Christian Hohlweck hat sich in seiner Gewichtsklasse
(Superschwer, B) leider kein Gegner mehr gefunden, sodass dieser dann ohne Kampf aus Kiel
abreisen musste.
Guido Wolff, Trainer und Betreuer Aachen, 18.07.14