Snowsport Fortbildung in St. Moritz, Schweiz

Der Hochschulsport in Aachen führt seit Jahren seine Ski- und Snowboardfortbildung in St. Moritz bei besten Schneeverhältnissen zu dieser Jahreszeit durch. Die Fahrt ist für an-gehende Ski- und Snowboardlehrende (RWTH interne Ausbildung) sowie als Fortbildung für Personen mit bereits bestandener Ausbildung. Die Fortbildung beinhaltet aktuelle Themen der Praxis/Fahrtechnik, Didaktik/Methodik und Theorie. In den genannten Bereichen für Ski und Snowboard gestalten ausgewiesene Ausbilderinnen und Ausbilder, bis hin zu Mitgliedern des Bundeslehrteams, die Fortbildung.

Abbildung 1: Aufwärmen und Bewegungsvorbereitung

Nach einem gemeinsamen typischen schweizerischem Führstück beginnt der praktische Teil der Fortbildung auf dem Berg. Von Celerina aus haben wir direkten Anschluss an alle großen Skigebiete: die Corviglia mit Direktanschluss an den Ort St. Moritz, den hoch gelegenen Piz Corvatsch und das Doppel-Skigebiet Lagalb/Diavolezza.

Der erste, gemeinsam abgehaltene Programmpunkt, beinhaltet das Aufwärmen mit darauf aufbauender Bewegungsaktivierung (siehe Abb. 1). Das Programm wird jeden Tag von unterschiedlichen Teilnehmern gestaltet. Der notwendige theoretische Hintergrund wird in einem praxisbezogenen Vortrag vermittelt und darüber hinaus durch die Supervision der Ausbilder während der Fortbildung sichergestellt.

 

Abbildung 2: Gemeinsames Kochen für 70 Personen

Bewegungsbereit geht es in die sportspezifischen Kleingruppen: Während der ersten drei Tage wird ein professionelles Programm für Ski- und Snowboard zur Verfügung gestellt. Beim Einfahren sollen die Teilnehmenden wieder mit ihrem Spotgerät vertraut gemacht werden, insbesondere durch zahlreiche Kontrastaufgaben und das Wiederfinden der bewegungsbereiten Grundposition.

Mit dem Verbessern des Individuellen Technik Trainings werden die Teilnehmenden zum einen auf die anstehende Ausbildung vorbereitet und zum anderen wird die Möglichkeit gegeben an persönlichen Fehlerbildern zu arbeiten. Dabei stehen Einzelanalysen und eine Videoauswertung auf der Tagesordnung.

Der Methodik ist auf der Fortbildung ein besonderer Schwerpunkt gewidmet. Eine Sportart selber zu beherrschen, bedeutet nicht automatisch sie auch unterrichten zu können. Ein besonderer Fokus besteht auf dem Bewegungssehen, der Fehleranalyse und der daraus resultierten Anleitung zur Bewegungsverbesserung.

Für die letzten zwei Tage besteht die Möglichkeit in Neigungsgruppen (polysportiv, Telemark, Riesenslalom, Extra-Technik) seinen persönlichen sportlichen Horizont zu erweitern.

Nach dem offiziellen Programm auf dem Berg muss die theoretische Nachbereitung noch etwas warten. Bis Liftschluss sind noch ca. 1,5 Stunden Zeit für freies Fahren. Die ermüdeten Beine tragen einem zum hauseigenen Après-Ski oder direkt unter eine warme Dusche. Währenddessen wird in der Großküchen für ca. 70 Personen das Abendessen vorbereitet. Einmal pro Fortbildung steht jeder der Teilnehmenden in der Küche. Dabei soll insbesondere auf die Extratouren mit Selbstversorgung vorbereitet werden.

Abbildung 3: Auf und Nieder immer Wieder

In Kleingruppen werden Vorträge zur Vorbereitung einer Extratour erstellt und nach dem Abendessen präsentiert. Dabei wird besonderer Wert auf eine erfolgreiche Organisation vor, während und nach der Tour gelegt. Wichtige Fragestellungen dabei sind: Auf welches Alternativprogramm kann zurückgegriffen werden, wenn kein Schnee liegt oder die Lifte wegen Unwetter geschlossen sind? Wie kauft man „richtig“ für Großgruppen ein? Wie bindet man die Teilnehmenden in das Küchengeschehen ein? Wie sieht ein erfolgreiches Abendprogramm aus?

 

Auch der Spaß neben der Piste soll nicht zu kurz kommen. Für Auflockerung sorgen verschiedene gesellige Gruppenspiele, die den Gruppenzusammenhalt und die Gruppendynamik fördern.